[Rezension] Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Titel: Ein ganzes halbes Jahr
Autorin: Jojo Moyes
Verlag: Rowohlt
Seitenzahl: 544
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-499-26672-0

Inhalt:

Louisa Clark ist eine Frau, die ein sehr unspektakuläres Leben führt. Seit Geburt an lebt sie im gleichen Dorf bei ihren Eltern und arbeitet seit Jahren in einem Café. Selbst die Kunden gehören schon zum Alltag. Mit ihrem Freund Patrick ist sie seit sieben Jahren zusammen, obwohl sie kaum Gemeinsamkeiten haben. Doch das stört sie nicht … Bis zu dem Tag, an dem sie ihren Job verliert und ihr Leben vollkommen auf den Kopf gestellt wird.
Will Traynor hingegen ist genau das Gegenteil von ihr. Ein erfolgreicher Geschäftsmann, der das Leben in vollen Zügen genießt. Kaum ein einziger Tag vergeht, an dem er nicht auf Reisen ist oder Abenteuer jeglicher Art erlebt. Doch als er von einem Motorradfahrer erfasst wird, verändert sich sein Leben schlagartig. 

„Du hast mich mitten ins Herz getroffen, Clark. Vom ersten Tag an, an dem du mit deinen lächerlichen Klamotten hereingestapft bist und mit deinen schlechten Witzen und deiner absoluten Unfähigkeit, irgend ein Gefühl zu verbergen.“

Meinung:

Eigentlich bin ich eher der Typ, der Fantasy Bücher liest. Allerdings habe ich immer wieder dieses Buch in der Bestseller Liste gesehen und von Anderen gehört, wie gut es sei. Also habe ich es mir gekauft und bin wirklich froh darüber. Von diesem Roman kann ich wirklich behaupten, dass er bei mir Eindruck hinterlassen hat. Seit langem habe ich nicht mehr so viele Tränen beim Lesen vergossen! Diese Liebesgeschichte ist keine Gewöhnliche. Es ist eher eine Lebensgeschichte, erfüllt voller Freundschaft die am Schluss voller Liebe ist.

Will, der nach seinem Unfall Tetraplegiker ist (Form eine Querschnittslähmung, bei der alle vier Gliedmaßen betroffen sind), wird mitten aus seinem Leben gerissen. Er verliert dadurch nicht nur seine Lebensfreude, sondern auch sein komplettes vorheriges Leben. Lou, die als Pflegekraft eingestellt wird, obwohl sie keine Ahnung davon hat, versucht Will seine Lebensfreude wieder zurückzubringen. Am Anfang wird ihr die Arbeit von ihm ziemlich erschwert, da er ihr voller Skepsis begegnet. Immer wieder kommt der Moment, an dem einfach alles hinschmeißen will, doch ihre komplette Familie ist auf das von ihr verdiente Geld angewiesen und deshalb muss sie stark bleiben. Die Gefühle von Lou und der Zwiespalt, in dem sie steckt werden sehr glaubhaft von der Autorin geschildert. Doch eines Tages erfährt sie, dass ihre Stelle nur auf sechs Monate begrenzt ist, da Will sich nach diesen sechs Monaten das Leben nehmen will. Sie ist vollkommen davon überzeugt, dass er trotz seiner Lähmung neue Dinge entdecken und Abenteuer erleben kann. Ihr Ziel ist es, seine Lebensfreude wieder neu zu entfachen. Trotz allen Steinen, die ihr in den Weg gelegt werden, setzt sie sich durch und plant Ausflüge für Will und sich. Ihr Mut und diese Entschlossenheit das alles durch zuziehen haben mich vollkommen beeindruckt. Jojo Moyes schildert hierbei, mit welchen Vorurteilen und Problemen Menschen, die im Rollstuhl sitzen, zu kämpfen haben.

Die Beziehung zwischen den beiden ist keine Gewöhnliche. Man könnte anfangs denken, dass es wie in jedem zweiten Buch um eine Liebe geht, die mit normalen Hindernissen zu kämpfen hat. Doch hier wird man mit ernsteren Themen wie Behinderung oder Sterbehilfe konfrontiert. In diesem Buch geht es aber um weitaus mehr als um Freundschaft oder Liebe, sondern um das Leben, wie kurz und wertvoll es doch ist. Man wird regelrecht dazu gezwungen über sein Eigenes nachzudenken und was einen persönlich ausmacht und wichtig ist. Jojo Moyes schafft es auf eine bezaubernde Art und Weise den Leser so zu fesseln, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen möchte. Über dieses Thema zu schreiben, erachte ich als ziemlich schwierig. Jeder hat eine andere Meinung darüber aber wirklich vorstellen kann man sich so eine Situation als gesunder Mensch nicht wirklich. Ich habe sehr großen Respekt vor ihr, dass sie sich so einem Thema stellt!

Das Buch ist wahnsinnig emotional geschrieben! Ich habe mich regelrecht in dieses Buch verliebt und wirklich noch nie so mitgefühlt wie bei diesem. Da es aus der Sicht von Lou geschrieben wird und auch immer mal wieder aus anderen Sichten erzählt wird, bekommt man einen guten Eindruck wie andere mit Wills Situation umgehen.

Ich hoffe, ihr habt genauso viele gefühlvolle Stunden wie ich mit diesem Buch!

♥♥♥♥♥

Am 26. Juni 2016 kommt die Verfilmung von „Ein ganzes halbes Jahr“ ins Kino. Ich werde mir auf jeden Fall den Film anschauen und bin schon sehr gespannt wie er sein wird!
Den Trailer könnt ihr euch hier ansehen:

 

Update:

Am 22. 06. 2016 habe ich den Film zu „Ein ganzes halbes Jahr“ gesehen! Ich muss ehrlich sagen, dass ich glaube ich noch nie einen so guten Film gesehen habe. Natürlich bin ich mit ziemlich hohen Erwartungen ins Kino gegangen, doch diese wurden absolut übertroffen. Noch nie konnte ein Film, der so ein tolles Buch als Vorlage hat, mit diesem mithalten. Hier ist dies nicht der Fall. Vielleicht ist das nur meine Meinung aber ich finde einfach jeder Schauspieler der hier vorkommt passt perfekt. Welche Schauspielerische Leistung hier abgeliefert wird, ist Wahnsinn! Allein dass Sam Claflin keine Gestiken benutzen konnte, sondern alle Gefühle mit seinem Gesicht ausdrücken muss ist absolutes Können. So lange habe ich mich auf diesen Film gefreut und wirklich wie ein Baby geheult. (Nein ich schäme mich nicht!). Allen Frauen/Mädchen rate ich, euch nicht zu schminken! War leider mein größter Fehler. Ich wünsche euch ganz ganz viel Spaß im Kino. Genießt es!

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